Konzerte & Party

Garbage im Huxleys

Garbage_c_WarnerMusicGroupMehr Wildheit als Shirley Manson, das ging in den 1990er-Jahren kaum. Die Garbage-Sängerin war das It-Girl der Indie-Szene und damit sogar reif, 1999 mit ihrer Band den Titelsong für den James-Bond-Film „Die Welt ist nicht genug“ zu liefern. Zwischen Rock, Alternative-Pop und Balladen fand das Quartett stets den goldenen Mittelweg, bloß hatten Garbage mit der Zeit immer weniger Lust, radiotaugliche Stücke zu schreiben. Deswegen zoffte sich die schottisch-amerikanische Gruppe mit ihrer Plattenfirma, schließlich legte sie eine siebenjährige Pause ein. Sie gründete ihr eigenes Label, auf dem im Mai ihr Comeback-Album „Not Your Kind Of People“ erschien.

Einigen Nummern ließen sie eingängige Melodien angedeihen, bei anderen peitschen Gitarren den Rhythmus an. Dissonante Klänge prägen „The One“. „Unsere Musik hat nie in eine bestimmte Schublade gepasst“, sagt Shirley Manson. „Früher haben wir uns dafür geschämt, heute sind wir stolz darauf.“ Die 46-Jährige redet viel über ihre inneren Kämpfe, die sie in dem Titel „Battle In Me“ beschreibt: „Musik ist für mich das allerbeste Ventil. Durch sie befreie ich mich von meinen dunklen Gedanken.“ Ihre Musik hilft ihr heute sogar, Depressionen und Autoaggressionen zu überwinden. „Als der Erfolg kam, hatte ich Angst, alles zu ruinieren. Mit meiner lauten Art wollte ich bloß meine Unsicherheit überspielen.“ Erst mit der Zeit wuchs ihr Selbstbewusstsein: „Ich weiß nun, wo meine Stärken liegen.“

Text: Dagmar Leischow

Foto: Warner Music Group

Garbage Huxleys, Di 27.11., 20.30 Uhr, VVK: 33 Ђ zzgl. Gebühr

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