Konzerte & Party

Ghost im Festsaal Kreuzberg

Ghost

Nicht zu Unrecht gelten Ghost momentan als heißestes paranormales Erscheinungs-Phänomen im Metal-Bereich. Fünf namenlose Kapuzenträger sowie ein Weihrauch schwenkender Sänger namens Papa Emeritus mit Totenkopfmaske und Papstkostüm sind selbst im hart gesottenen Musikbereich keine alltägliche Kost. Dazu füllen die Schweden ihren dezent satanistisch abgeschmeckten Speiseplan auch noch mit gefälligem Siebziger-Rock, der nicht selten an Blue Öyster Cult, psychedelische Pink Floyd und die Doors mit einer passenden Pop-Portion erinnert. Angefangen hat das alles vor einem Jahr mit einer feinen 7-Inch, gefolgt von dem opulenten Debüt „Opus Eponymous“. Seitdem ist die anonym agierende Band in aller Szene-Munde. Größen wie Downs Phil Anselmo oder Metallicas James Hetfield outen sich inbrünstig als Fans des vermummten Vereins. Genau darin liegt ein Teil des Erfolgsgeheimnisses von Ghost begründet. „Viele der bekannten Musiker, die uns hoch loben, sind totale Helden von uns. Das ist sehr schmeichelnd und ehrend für uns“, erklärt einer jener insgesamt sechs „Nameless Ghouls“ aus der Instrumentalisten-Fraktion, der hier die Gitarre bedient. „Die Tatsache, dass die richtigen Leute auf uns abfahren, Fans sind und Werbung für uns machen, ist die Art von Promotion, die man sich nicht kaufen kann. Das hat uns als Untergrund-Band, die wir vom Verständnis immer noch sind, ziemlich weit nach vorne gebracht.“
Der andere Erfolgsteil ist dann auch schon wieder Teufelswerk. Denn Songideen und Themen empfängt Front-Phantom Papa Emeritus selbstredend aus höherer Höllen-hand. „Papa wurde uns als zentraler Fokus, als Gesicht und Stimme der Band geschickt und geschenkt. Er ist ein Medium für die Songs und wir müssen diese dann erlernen und als Band zum Klingen bringen. Das heißt, es gibt auch bei uns diese Art kreativer Aktivitäten wie in normalen Bands. Allerdings mit dem Unterschied, dass wir unsere Inspiration vom Herrscher der Finsternis direkt durch Papa Eremitus diktiert bekommen.“ Aha.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in tip 25/11 auf den Seiten 78-79.

Text: Frank Thiessies

Foto: Ester Segarra

Ghost + In Solitude, Festsaal Kreuzberg, Do 24.11., 21 Uhr, VVK: 18 Euro

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