Konzerte & Party

Goldfrapp im Astra

Goldfrapp

Ja, was denn nun, Alison Goldfrapp? Diese Frage stellte sich, als das Album „Head First“ auf den Markt kam. Man hatte eigentlich mit einer Weiterentwicklung des verträumten Ansatzes auf dem Vorgänger „Seventh Tree“ gerechnet. Doch nun stehen überraschend wieder Beats und Sounds aus der Disco-Ära im Vordergrund. „Es zieht uns von Natur aus immer woanders hin. Es wäre daher unaufrichtig, wenn wir mit Gewalt da weitermachen würden, wo wir aufgehört haben. Die sphärischen und introvertierten Sachen, die wir zuletzt abgeliefert haben, sind toll. Aber es war einfach an der Zeit, Schlagzeug und Synthesizer herauszuholen und Party zu machen“, berichtet Alison. Im Gegensatz zu früheren Versuchen der Annäherung an die Clubmusik werden nun mehr Wärme und ein größeres inneres Gleichgewicht zum Ausdruck gebracht. „I’m feeling alive again“, singt Alison, und das nicht ohne Grund. „Nach einer bei uns zumeist sehr langen Studioproduktion sind wir gleich auf Tournee gegangen. Danach fiel ich sofort in ein Loch. Ich wohnte auf dem Land, da fühlte ich mich isoliert. Deshalb bin ich wieder nach London gezogen, wo man etwas machen und seine Freunde sehen kann. Das hat mich aufblühen lassen.“ Als Hörer kann man das Glücksgefühl allerdings nur teilen, wenn man Zugang zu einer Musik findet, die Giorgio Moroder in den frühen Achtzigern zum Beispiel mit Phil Oakey entwickelt hat. Kommt man damit klar, ist man bei Goldfrapp goldrichtig. Zurzeit jedenfalls.

Text: Thomas Weiland

Goldfrapp, Astra, Sa 2.10., 20 Uhr, VVK: 30 Euro

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