Konzerte & Party

Gregory Porter in der Zitadelle Spandau

Gregory Porter

Einer der ersten Auftritte von Gregory Porter in Berlin fand Ende 2011 im Rahmen des Jazz-Fests statt. Porter feierte zu dieser Zeit seinen 40. Geburtstag und stellte mit seiner dreiköpfigen Band die Songs aus dem Debütalbum „Water“ vor. Dieses war nur Insidern ein Begriff, aber als die Besucher hörten, was er in „1960 What?“ zum Aufstieg und Fall der Stadt Detroit zu sagen hatte, waren sie sofort auf seiner Seite.
Sonst ist der im kalifornischen Sacramento geborene Spätstarter keiner, der sich in einem fort ereifert. Viel repräsentativer für seinen Vortrag ist die Geschichte über einen Mann, der sich den Eltern seiner Liebsten als künftiger Bräutigam vorstellt und ihnen versichert, dass sie bei ihm in guten Händen sei. Er tut es mit einer Baritonstimme, die nur an Gutes denken lässt. Das alles kommt beim deutschen Publikum immer besser an. „Liquid Spirit“, das insgesamt dritte und erste Album für das Traditionslabel Blue Note, schaffte den Sprung unter die Top Ten der hiesigen Charts. Davon beflügelt kommt Porter jetzt zusammen mit dem niederländischen Metropole Orchestra nach Berlin, das in der Vergangenheit schon mit Ella Fitzgerald, Shirley Bassey oder Elvis Costello gearbeitet hat. Man sollte da keinen Übermut unterstellen. Wie gut eine Zusammenarbeit mit vielen Musikern für einen Jazz-Sänger funktionieren kann, konnte man früher schon bei Nat „King“ Cole erleben.

Text: Thomas Weiland

Foto: Shawn Peters

Gregory Porter, Zitadelle, Am Juliusturm, Spandau, Mi 1.7., 19.30 Uhr, ?VVK: 35–40 Euro zzgl. Gebühr

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