Konzerte & Party

Hagen Liebing kommentiert: Da geht noch was

Hagen Liebing

Das war nun aber schon eine kleine Antiklimax. Als das Lollapalooza-Festival unlängst zum ersten Mal für den 12. und 13. September auf dem Flughafen Tempelhof angekündigt wurde, standen einem schon große Namen vor Augen, für die das Rock-Festival aus den USA ja auch seit 20 Jahren bekannt ist: Red Hot Chili Peppers oder Jane’s Addiction zum Beispiel. Initiator Perry Farrell hatte sich ja viel vorgenommen. Nun wissen wir, dass die Headliner Seeed und Beatsteaks heißen. Das sind unsere Herzensbands, keine Frage. Aber braucht man diese, um eine US-Festival-Dependance zu etablieren? Die „Dickes B“-Groover und die Hauptstadt-Rocker füllen doch eh regelmäßig und verlässlich die Wuhlheide, im Falle der Beatsteaks wird das bereits im Juli zweimal geschehen.
Und dann schon wieder im September? Schön vielleicht, dass die Veranstalter so Reise- und auch Unterbringungskosten durch berlin-ansässige Headliner sparen, aber sensationell ist die Aussicht fürs Publikum nicht.
Von einem Rock-Wanderzirkus erwartet man schließlich, dass er neue Attraktionen in die Stadt bringt, solche, die wir lange nicht gesehen haben. Neidisch gucke ich da nach Chile, Argentinien und Brasilien.
Dort treten beim Lollapalooza-Ableger u.?a. Jack White, die Smashing Pumpkins und Kings of Leon auf. Da geht also noch was für Berlin.

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