Konzerte & Party

Hands Up For Pussy Riot in der Volksbühne

Pussy Riot

Im kommenden Frühjahr werden Nadja Tolokonnikowa und Maria Alyokhina, wenn alles gut geht, aus der russischen Lagerhaft freikommen. Nach zweijähriger Gefängnisstrafe in Putins Namen. Seit der Verhaftung der Musik-Aktivistinnen 2012 ist die Band aktiv geblieben, unterstützt von internationalen Protesten. Dafür stehen Filme wie „Pussy versus Putin“, die zweite Doku über den krassen Fall in diesem Jahr. Der Film zeichnet den explosiven Werdegang der Moskauer Polit-Punk-Band aus Insider-Perspektive nach, von Eindrücken erster Bandproben über Aktionen der Frauen mit den bunten Balaklava-Masken auf dem Dach einer Moskauer Straßenbahn und die folgenreiche Aktion in der Christi-Erlöser-Kirche bis hin zu Szenen im Gefängnis. In einem Jahr, das unter anderem die Verabschiedung des reaktionären Gesetzes gegen Homosexualität in Russland sah, wird der Symbolcharakter der Causa Pussy Riot besonders deutlich. Ein Konzert- und Filmabend in der Volksbühne feiert den Widerstand der Moskauer Riot-Girls. Das russische Filmemacher-Kollektiv aus dem Umfeld der Band reist selbst an, um den Film zu zeigen. Umrahmt wird die Vorführung von Konzerten zwischen Kunst-Aktion und LoFi-Rock. Neben Hands Up-Excitement! um den Ostberliner Allrounder Hans Narva und Band-Neuzugang August Diehl verbreiten die Kölner Aktionskunsttruppe Monster Maiden sowie das Experimentaltrio The Real Baba Dunyah mit Gorki-Schauspielerin Marina Frenk angemessen aufgekratzte Stimmung.

Text: Ulrike Rechel

Hands Up For Pussy Riot! mit Hands Up-Excitement!, Maiden Monsters u. a.?, Volksbühne, Mi 11.12., 21 Uhr, VVK: 12 Euro/erm. 10 Euro, Kartentel.: 24 06 57 77

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