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Hollywood: Protest gegen Beverly Hills Hotel

The Beverly Hills Hotel

Das traditionsreiche Beverly Hills Hotel, bevorzugte Herberge zahlloser Stars, sieht sich einem Sturm der Entrüstung ausgesetzt: Denn das Haus befindet sich im Besitz einer Investorengruppe aus dem Sultanat Brunei – wo unlängst das Scharia-Strafrecht eingeführt wurde. Damit können z.B. homosexuelle Handlungen oder Ehebruch künftig mit dem Tod durch Steinigung geahndet werden. Am Montag kam es zum öffentlichen Protest vor dem Hotel. Den mehreren Dutzend Demonstranten, die unter anderem aus Reihen von Feministinnen- und Homosexuellen-Verbänden stammten, hatte sich Talkshow-Legende Jay Leno angeschlossen. „Das Böse blüht auf, wenn aufrichtige Menschen nichts unternehmen“, wurde Leno unter anderem im US-Branchenmagazin „Variety“ zitiert.
Zuvor hatte bereits der Motion Picture & Television Fund angekündigt, sich im kommenden Jahr mit einer Großveranstaltung aus dem Beverly Hills Hotel zurückzuziehen. Man könne diese rauen und unterdrückenden Gesetze keinesfalls tolerieren und deswegen auch ein Unternehmen nicht unterstützen, dass im Besitz des Sultans von Brunei oder einem regierungsnahen Fonds stünde. Auch das Branchenmagazin „Hollywood Reporter“ hat – neben zahlreichen anderen Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen, darunter offenbar auch „Star Wars“-Regisseur J.J. Abrams – bereits eine Veranstaltung im Hotel storniert.
Unterdessen hat Haim Saban, der just heute die Gründung von Saban Films bekannt gab, gegenüber dem „Hollywood Reporter“ verlauten lassen, dass er am Erwerb des Hauses mit über 100-jähriger Geschichte interessiert sei. Auch das Hotel Bel-Air, das wie das Beverly Hills Hotel vom Unternehmen Dorchester Collection betrieben wird und ebenfalls von Protesten betroffen war, hat Sabans Interesse geweckt.

Quelle: Blickpunkt:Film

Foto: Alan Light / Creative Commons

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