Kommentar

„Hoppe, Hoppe, Fighters“ von Stefan Hochgesand

Sie heißen ja schon fast wie rassenreine Hoppepferdchen: Hardwell. Cro. Marshmello. Metronomy. Aminé. Phantogram

Stefan Hochgesand

Am 9. und 10. September dieses Jahres werden sie über die Rennbahn Hoppegarten pesen. Aber: Das Leben ist kein Ponyhof. Lollapalooza ist auch kein Ponyhof. Sondern ein Musikfestival.  Unter anderem. Besagte Acts spielen dort neben The xx, Mumford & Sons und den Foo Fighters. Beim Booking ist in Lolla-Tradition wieder für wirklich jeden was dabei. Für den kleinen Quengelbruder wie für die aufquellende Oma.
Wobei schon auffällt, dass Hauptlockmittel The xx (wie auch James Blake letztes Jahr) eigentlich besser zum niveauvollen

Zu-Hause-ins-Lieblingskissen-Heulen taugen denn zur ring­­­­­­­­­rockenden Massenbespaßung. Und da Lollapalooza Berlin diesmal gar nicht in Berlin steigt, müsste es konsequenterweise Lollapalooza Brandenburg heißen. Ist aber vielleicht nicht so geil, um die internationale Landfrust-Crowd zu ziehen. Sei’s drum, Frankfurt-Hahn und London-Stansted schnorren sich ja auch die Metropolen-Namen. Dass Berliner Anwohner 2016 wenig Bock aufs Festival hatten, zeigte sich damals, als besorgte Bürger and andere Blockwarte rund um den Treptower Park plötzlich ihre Liebe für Raupen und Maulwürfe entdeckten, denen man die Beschallung nicht zumuten dürfe. Nun denn: Trab, The xx! Galopp, Mumford!

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