Konzerte & Party

„The Hundred In The Hands“ im Berghain

The Hundred In The Hands

Wenn sie aber aus dem Stand so gute Arbeit abliefern wie The Hundred In The Hands, muss einem auch nicht bange sein. Bei Eleanore Everdell und Jason Friedman fühlt man sich sofort gut aufgehoben, weil sie dem Electro-Pop die Hektik nehmen. Sie verbinden geradlinige Grooves mit dem Melodiegefühl von New Order. Sie können auch quengeln oder aus der Pop-Phase von The Cure zitieren, ohne zu nerven. Dass Everdells Stimme gelegentlich an Lizzy Mercier Descloux erinnert, tut dem Vergnügen ebenfalls keinen Abbruch. Egal, welchen Song man auf dem nach der Band benannten Debüt auch herauspickt: Man merkt, dass keine Anfänger am Werk sind. Die meiste Zeit seines bisherigen Musikerlebens hat Friedman in der Band The Boggs verbracht. Ein Jahrzehnt lang versuchte er, die richtige Balance aus Post Punk und Folk zu finden. Zeitweise tat er das auch außerhalb von New York. Vor zwei Jahren dann kam Friedman nach Berlin, um sich für die Produktion des Albums „Forts“ in Stimmung zu bringen. Auf der nachfolgenden Tour lernte er Everdell kennen, mit der er so gut zurechtkam, dass sie sofort ein Duo gründeten.  Volltreffer!

Text: Thomas Weiland

The Hundred In The Hands, Berghain, Mi 17.11., 21 Uhr, VVK: 14 Euro

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