Konzerte & Party

„I Like Traines“ im Comet Club

I Like Trains

Ein kurzer Blick auf die Liste der Songs von I Like Trains genügt und man weiß, dass man es nicht mit Aposteln der Heiterkeit zu tun hat. So wie das letzte Stück auf dem Debütalbum, das frei nach Bob Dylan „Death Is The End“ heißt und einen Hang zu düsterer Wintermusik erkennen lässt. Vergleiche mit den Editors und Interpol sind legitim, aber hört es sich hier intimer und gefühlvoller an, allein schon wegen der tiefen Baritonstimme von Sänger David Martin. Damit traf man von Anfang an den Geschmack eines Liebhaberkreises, aber das reichte der Plattenfirma nicht. Völlig überraschend trennte die sich nach Veröffentlichung von „Elegies To Lessons Learnt“ von I Like Trains. Die Band aus Leeds ließ sich aber nicht entmutigen, suchte nach alternativen Möglichkeiten und stieß auf das Modell der Fan-Finanzierung. Sie übernahm die Kosten für die Aufnahmen selbst und rief Anhänger zur Spende auf, damit die Kosten für Restausgaben wie Mastering oder CD-Herstellung gedeckt werden können. Das Risiko hat sich ausgezahlt. Mit dem neuen Album „He Who Saw The Deep“ bleiben I Like Trains ihrem Stil treu, aber man spürt auch eine neue Gelöstheit. Schließlich hat man ja ein Überlebensmodell gefunden, das optimistisch  stimmt.

Text: Thomas Weiland

I Like Trains, Comet Club, Mi 12.1., 21 Uhr, VVK: 13 Euro

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