Konzerte & Party

Im frannz: Stephan Michme

Stephan MichmeDie Stimme von Stephan Michme ist den Berlinern bereits bekannt. In Zukunft wird man den Fritz-Radiomoderator aber nicht nur sprechend, sondern auch wieder singend über den Äther kommen hören. Der 37-Jährige, der bereits in den Neunzigern mit seiner Rockband Scycs drei Alben veröffentlichte und recht erfolgreich war – die Single „Next November“ schaffte es 1998 bis auf Platz 14 der Charts –, bringt Ende April sein Solo-Debütalbum „Von Frauen und unterwegs“ heraus. Die Platte ist voll mit Popsongs, die von den Freuden und Schmerzen der Liebe erzählen und auf deutsche, schnörkellose Texte setzen. „Meiner Meinung nach muss es etwas zwischen Marianne Rosenberg und Tomte geben“, definiert Michme seinen Stil. „Ich finde es sogar schwerer, direkt zu schreiben, als allgemeinverständliche Dinge umständlich zu verklausulieren. Ich hatte einfach Bock, das zu sagen, was ich meine.“
Auch wenn Michme gerne vieles auf einmal tut – neben dem Job bei Fritz hat er einen weiteren beim MDR, ein eigenes Label, er coacht Moderatoren und ist Jury-Mitglied beim ostdeutschen Musikpreis F6-Award, bei dem er mit Scycs 1997 noch selbst antrat und den zweiten Platz belegte –, was seine Musik angeht, überlässt er die Instrumente gerne anderen. „Ich bin instrumental eine absolute Vollpfeife“, lacht der geborene Magdeburger. „Aber ich habe meine Stimme und meine Geschichten. Außerdem bin ich ein Teamplayer. Deshalb hatte ich nie den Ehrgeiz, das alles alleine zu machen.“

Text:
Nadine Kleber

Foto: Nilz Böhme


Stephan Michme
+ Begbie, frannz, Fr 10.4., 21 Uhr, VVK: 11 Euro

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

Mehr über Cookies erfahren