Konzerte & Party

Im Handel: „Emo-Porträt einer Szene“

Es gibt keine Jugendbewegung, die derzeit so populär ist wie Emo (Abkürzung für „Emotional Hardcore“). Man erkennt Emos am schwarz gefärbten, über einem Auge hängenden Scheitel, dem Nietengürtel, Röhrenjeans sowie dunklem Lidschatten. Und sie schauen stets traurig drein. Nicht ohne Grund! Es gibt Antiforen und Hetzjagden auf sie, und davon berichten auch Martin Büsser und Kollegen in ihrem Buch. Hauptgrund der Abneigung: Emo-Boys bezeichnen sich oft als androgyn, Unwissende setzen das mit schwul gleich, und das zieht Ärger an. Schade nur, dass Büssing und Co. hierbei eine unnötig schwierige, akademische Sprache benutzen.

Text: Sassan Niasseri

 

Martin Büsser, Jonas Engelmann, Ingo Rüdiger (Hrsg.), „Emo – Porträt einer Szene“, Ventil, 224 Seiten, 16,90 Euro

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