Konzerte & Party

Imperial State Electric + Smoke Mohawk im Bi Nuu

Smoke-Mohawk_promoBands wie die Hellacopters, Gluecifer oder  – länger schon – Turbonegro destillierten aus Classic- und Punk-Rock das Beste der Siebziger zu einem international erfolgreichen Garagengebräu. Nun, Turbonegro gibt es noch, beziehungsweise wieder mit neuem Sänger, der Rest der nordischen Speerspitze ist Geschichte. Zumindest in seiner ursprünglichen Form. Dabei ist dieses Tourpaket so etwas Ähnliches wie eine Klassentreffenfahrt der alten Scandi-Rock-Schule. Hinter Smoke Mohawk (Foto) stehen nämlich neben Thomas Felberg, Sänger der ebenfalls aufgelösten norwegischen Kiff-Rocker WE, Gluecifer-Gitarrist Rolf Yngve Uggen und –Schlagzeuger Danny Young. Mit ihrer neuen Band noch ein Stück mehr auf der gefälligen Blümchenpostertapete der Sechziger kleben geblieben, werden hier Prog, Hard Rock und Psychedelisches gleichsam durchs musikalische Farbprisma gejagt. Imperial State Electric hingegen sind das neue Band-Baby von Hellacopter-Chefpilot Nicke „Royale“ Andersson.

Ursprünglich eher eine Soloprojekt, hat sich die Gruppe, zu deren prominenter Basis auch The Datsuns Bassist Dolph de Borst zählt, mit ihrem aktuellen zweiten Album „Pop War“ zu einer eingeschworenen Gemeinschaft gemausert. Musikalisch bleibt der Steuerknüppel jedoch fest in der Hand von Multitalent und Überflieger Andersson, der hier ausgiebig seinen Siebziger-Vorlieben für klassische Kiss und Power Pop der Marke Cheap Trick frönt. „Nahezu alles alleine zu machen wie beim ersten mal, war wirklich langweilig“, gesteht Nicke ein. „Mit den Jungs hat das jetzt viel mehr Spaß gemacht. Ich hab der Band meine Demos gezeigt und wir haben gemeinsam die Songs fürs Album ausgewählt. Die Band ist jetzt genauso demokratisch, wie ich sie haben wollte“, schmunzelt der Captain. Aber wer denkt bei einem solch königlichen, doppelten Hoheitsbesuch schon an Demokratie?  

Text: Frank Thiessies

Imperial State Electric + Smoke Mohawk Do, 27.09. Bi Nuu

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