Konzerte & Party

„Inborn!“ im Comet Club

Inborn!

Wenn man als Newcomer-Band von Produzent Ross Robinson in dessen Studio eingeladen wird, um gemeinsam das Debütalbum aufzunehmen, gleicht das schon einer Art Ritterschlag. Immerhin hat der US-Amerikaner auch die Debüts solch heute namhafter Bands wie Korn, Limp Bizkit, Deftones oder Slipknot produziert. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, wenn die Band dann noch aus Luxemburg stammt. Das Großherzogtum ist schließlich nicht gerade für eine lebendige Musikszene bekannt, und so mussten Inborn! ihren ganz eigenen Weg ins Musikgeschäft finden. Dies gelang vor allem über MySpace, wodurch schließlich auch Robinson auf das Sextett aufmerksam wurde. Der Mann hat seine Liebe zum Nu Metal inzwischen über Bord geworfen und folgt der Band um Frontmann Chateau auf ihrem Weg des – wie sie es selbst nennen – Future Punk. Das klingt dann wie leicht melancholischer Indie-Pop im Gitarre-Bass-Drums-Stil mit den dafür typischen eingängigen Gesangsmelodien – im Falle von Inborn! jedoch auch garniert mit jeder Menge elektronischer Elemente. Erzählt wird auf dem Debüt „Persona“ die Geschichte von Dorothy Hale, einer Schauspielerin im New York der 30er-Jahre und zeitweise Geliebten von Frida Kahlo. Von ihrem Schönheitswahn bis hin zu ihrer Sucht nach Schlaftabletten kreisen die Texte der zwölf Songs um das Schicksal einer Frau, die auf ihrer Identitätssuche auch gut in unsere heutige Zeit passen würde. Chateau beschreibt dies so: „Ich fand es angebracht, diesen Charakter mit der ‚Facebook-Epoche‘ in Verbindung zu bringen.“

Text: Martin Zeising

Inborn!, Record Release Party, Comet Club, Fr 27.4., 21 Uhr, VVK 10?Euro

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