Konzerte & Party

Interview mit Alice Cooper

Alice Cooper

tip Herr Cooper, gerade sind Sie mit einem Best-of-Programm unterwegs, dabei gilt alle Aufmerksamkeit dem Fortsetzungs-Album „Welcome 2 My Nightmare“…
Alice Cooper Ja, immer wenn ich mit Bob Ezrin (Produzent, d. Autor) zusammenarbeite, holen wir das Schlimmste aus uns beiden heraus.

tip Sie haben es darauf immerhin geschafft, der Fortsetzungsfalle zu entrinnen …
Alice Cooper Es war mir schon wichtig, eine Verbindung zum Original herzustellen. Also haben wir Motive vom ersten Album wieder aufgenommen. Die ganze Platte kann man aber auch als Hommage an meine musikalischen Wurzeln verstehen. Als wir „I’ll Bite Your Face Off“ geschrieben haben, merkte ich, dass der Song exakt nach den Rolling Stones anno 1964 klingt. Live rasten die Leute dazu völlig aus. Ich mache sogar ein paar Mick-Jagger-Bewegungen …

tip Ihr Duett mit Pop-Sternchen Ke$ha haben Sie dann wohl für die Enkel aufgenommen?
Alice Cooper Ich finde es immer spannend, Leute aus einem vorgefertigten Kontext loszulösen. Ich brauchte eine Stimme, die den Teufel verkörpert, der dann Alices Seele annimmt. Zunächst dachte ich an Christopher Lee oder Anthony Hopkins für diese Rolle. Aber dann hab ich es ganz anders aufgezäumt und wollte jemanden, den niemand erwartet. Und die Idee, dass Ke$ha der Teufel ist, ist doch einfach genial.

tip Sie selbst sind froh über Ihre neue Platte, die Fans mögen sie, weshalb touren Sie dann nicht mit einem „Nightmare“-Doppelprogramm?
Alice Cooper Jetzt werden wir die angefangene Tour erst mal beenden und dabei auch drei neue Songs spielen. Aber der Plan ist, im nächsten Jahr eine komplette „Welcome To My Nightmare“-Tour zu machen. Ich fände es riesig, wenn wir darauf dann beide Alben komplett spielen könnten.

Interview: Frank Thiessies

Mehr über Cookies erfahren