Konzerte & Party

Jack Johnson – Nachschlag

Jack JohnsonHier geht es zu den Konzertfotos aus der Wuhlheide

Seit seinem Auftauchen im globalen Pop-Zirkus ist Jack Johnson ein Garant für Aufrichtigkeit, gute Gefühle und wunderbar unprätentiöse Hits aus der akustischen Gitarre.

Es ist wohl die Leichtigkeit seines Lebens, diese Attitüde des Surfers, der mit stoischem Gleichmut auf die eine besondere Welle des Tages warten kann, die sich in seiner Musik spiegelt und ihn weltweit zu einem Phänomen der Hitlisten gemacht hat. Zu keinem Zeitpunkt hat er eine Karriere als Topstar geplant, nie hat er sich verbiegen, überproduzieren oder generalstabsmäßig aufstellen lassen.

Jack JohnsonSeine Karriere folgt vielmehr der Idee einer dieser endlos brechenden Riesenwellen, wie er sie direkt vor seinem Haus an der Nordküste von Oahu tagtäglich vorfindet: Man reitet sie ab, nimmt sie mit, trifft ihren höchsten Punkt und gleitet mit einem entspannten Lächeln auf den Lippen bis ans Ufer. Und wieder raus, die nächste Welle wartet.

Sein gesamtes bisheriges Leben wirkt wie die Slow-Motion-Entsprechung eines Ritts auf diesen endlos an die Küste schlagenden Brechern, entstanden aus natürlicher Urgewalt. Mit Vier steigt Johnson, dieser feine Kerl mit der Gnade des perfekten Geburtsortes Hawaii, erstmals auf ein Surfbrett. Schon als Teenie gehört er zu den Besten, nimmt mit 17 als jüngster Endrunden-Teilnehmer aller Zeiten an den Pipe Trials teil, einer der wichtigsten Surfveranstaltungen der Welt. Eine Verletzungspause lässt ihn umdenken – anstelle der naheliegenden Idee, aus dem Surfen einen Beruf zu machen, beginnt er ein Filmstudium an der University of California in Santa Barbara.

Jack JohnsonZurück auf Hawaii, dreht er mit großem Erfolg die Surfer-Filme „September Sessions“ und „Thicker Than Water“ und arbeitet mit dem Plattenlabel „Woodshed Films“ zusammen, die ihre Surferfilme aus Kostengründen mit seiner Musik unterlegen.

Dabei „war die Gitarre, seitdem ich sie mit 14 Jahren erstmals zur Hand nahm, immer nur ein Hobby“, sagt er später. „Songs zu schreiben, war für mich immer der Urlaub von den Tätigkeiten, mit denen ich meinen Lebensunterhalt bestreite.“

Jack JohnsonDoch es kommt anders. In der Surfergilde werden seine Songs zu echten Hits. Einer dieser passionierten Surfer, Garrett Dutton aus Philadelphia, leiht sich Johnsons Song „Rodeo Clowns“, um ihn mit seiner Band G. Love & Special Sauce aufzunehmen.

Der Song wird zum Hit des Albums – der Rest ist Geschichte. Bereits Johnsons Debüt „Brushfire Fairytales“ von 2001 entwickelt sich vom Geheimtipp unter Surfern zum Charts-Schatz mit dreifacher Platinauszeichnung. Der Nachfolger „On And On“ schließt exakt dort an, und mit dem 2005er-Album „In Between Days“ wird er endgültig zum globalen Star: Top Ten-Platzierungen in den USA, England, Deutschland und zahlreichen weiteren Ländern.

Hier geht es zu den Konzertfotos aus der Wuhlheide

Mehr über Cookies erfahren