Konzerte & Party

Jasmin Tabatabai in der Passionskirche

Jasmin Tabatabai

tip Nach zwei Platten mit Gitarrenpop singen Sie nun Chansons mit Orchester. Wie kamen Sie dazu?
Jasmin Tabatabai?Da kommt man normalerweise gar nicht dazu. Weil keiner mehr so arbeitet, keiner mehr mit einem Arrangeur arbeitet, mit echtem Orchester aufnimmt, über die teuersten Mikrofone. Das war der Einfall von David Klein, das Projekt lag ihm am Herzen, er hat es aus eigener Tasche finanziert. Für mich ist er ein positiv Verrückter. Das Album ist für mich auch ein Statement: So muss man Musik aufnehmen, so soll sie klingen.

tip Worin steckte für Sie die Herausforderung, teils 50 Jahre alte Lieder zu singen?
Jasmin Tabatabai Es steckt viel Arbeit drin. Denn das, was David von mir wollte, als Produzent und „Regisseur“, war Lockerheit und Nonchalance. Das lässt sich in dem Sinn nicht herstellen. Eher läuft man Gefahr, dass man etwas zu viel will. Jazzgesang, wie er mir am besten gefällt, klingt, als würde man nebenbei noch Kochen oder die Spülmaschine einräumen. Nicht im Sinn von „Easy Listening“, das hätte was Seichtes. Eher so, als fällt dir das ganz leicht. Und das ist bekanntlich das Schwierigste.

tip Was steckt für Sie persönlich in diesen alten Liedern und Texten??
Jasmin Tabatabai Eine Sehnsucht, zeitlose Musik zu machen, menschliche Musik. Es ist einfach was anderes, wenn du einen Musiker oder eine Sängerin atmen hören kannst. Dazu kommt, dass ich so was noch nie gemacht habe.

Interview: Ulrike Rechel

Foto: Felix Broede

Jasmin Tabatabai & David Klein Orchester, Passionskirche, Mo 31.10., 20.30 Uhr, VVK 34 Euro

Album: „Eine Frau“ (Content Re/Edel)

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