Konzerte & Party

Jesper Munk im Postbahnhof

Jesper Munk

Seine dreckige Crooner-Stimme hat der Deutsch-Däne Amy Winehouse zu verdanken. Hätte seine damalige Band nicht irgendwann aus Jux heraus zu einem ihrer Songs gejammt, wobei es immer lauter und lauter wurde, so laut, dass er irgendwann fast schreien musste – Jesper Munk würde heute vielleicht noch immer mit einem hellen Chorstimmchen singen. Dank diesem Zufall jedoch bemüht sich der 22-Jährige inzwischen, so hingebungsvoll wie Tom Waits, John Lee Hooker oder Jon Spencer zu klingen. Mit Letzterem steht Munk sogar in engem Kontakt. Er war einer der Produzenten seines neuen Albums „Claim“. Ob es allein an Spencers langjähriger Erfahrung im Blues, Rock und Garage-Bereich liegt, lässt sich freilich schwer nachweisen; fest steht, dass Platte Nummer zwei hörbar ausgereifter, differenzierter und voluminöser daherkommt als der Vorgänger. Ein kleiner Schritt für die Blueswelt vielleicht, aber ein schöner Schritt für Munk.

Text: Henrike Möller

Jesper Munk, Postbahnhof, Straße der Pariser Kommune 8, Friedrichshain, Fr 10.4., 20 Uhr, ?VVK: 19 Euro zzgl. Gebühr

Mehr über Cookies erfahren