Konzerte & Party

Jetzt endgültig: Das Icon macht dicht!

Es war nur eine kurze Meldung auf facebook: „Icon: Finally Dead 31.12.2011“ – mehr gab und gibt es nicht zu sagen. Das Clubsterben in Prenzlauer Berg geht weiter. Nach eineinhalb Jahren Kampf geben die Betreiber des Drum’n’Bass-Clubs in der Cantianstraße auf und schließen die Institution mit der Silvesterfeier.
Die Nachricht vom Ende des Club hatte sich am Donnerstag (01.12.) per facebook und Newsletter in Windeseile verbreitet. Stammgäste des Icon zeigten sich in unzähligen Kommentaren bestürzt über das Ende einer weiteren Club-Legende im einstigen Szene-Bezirk. Gleichzeitig dankten die Gäste den Betreibern Lars Döring und Pamela Schobeß für ihren langen Kampf gegen die Behörden und zugezogene Nachbarn.
War es im vergangenen Jahr das Bezirksamt Pankow, das die Existenz des Clubs durch den vorrübergehenden Entzug der Betriebsgenehmigung in Frage stellte, scheitert das Fortbestehen nun am Vermieter. Trotz anders lautender mündlicher Zusagen hat dieser den auslaufenden Mietvertrag nicht verlängert. Gesprächsversuche seitens der Icon-Betreiber waren vergebens und so gehen Ende Dezember nur wenige Tage nach dem 15. Geburtstag endgültig die Lichter aus.
Ein facebook-User brachte es in seinem Kommentar auf den Punkt: „Erst wenn die letzte Eigentumswohnung gebaut, der letzte Klub abgerissen, der letzte Freiraum zerstört ist, werdet ihr feststellen, dass der Prenzlauer Berg die Kleinstadt geworden ist, aus der ihr mal geflohen seid!“.
Sein inzwischen wahres Gesicht zeigt der Stadtteil auch an anderer Stelle. Erst vor Jahresfrist hatte der Knaack-Club in der Greifswalder Straße vor den eigenen, neuen Nachbarn kapituliert. In den Räumen des Traditionsclubs residiert jetzt…. ein Baubüro!

Ein Baubüro im Knaack

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