Konzerte & Party

Joaquin Phoenix verprügelt Zuschauer

Joaquin PhoenixEs ist die seltsamste Kehrtwende eines Schauspielers zum Musiker seit Juliette Lewis, Herbert Grönemeyer oder Marius Müller – genannt: Westernhagen. Irgendwann nach seinem großen Erfolg als Johnny Cash in dem Biopic „Walk The Line“ hatte Phoenix die Schauspielerei plötzlich satt und verlautbarte, dass er künftig nur noch als Rapper auftreten wolle.
Mit wirrer Frisur und notdürftig mit Klebeband geflickter Sonnenbrille tourt der US-Amerikaner seitdem über mehr oder weniger kleine Bühnen in den USA. So auch am Mittwoch in Miami: Einige hundert Fans warteten dort um 22 Uhr auf den Auftritt des Neu-Rappers und wurden erst einmal versetzt. Als Phoenix vier Stunden später dann doch noch auftrat und irgendwelche unverständlichen Wortfetzen ins Mikrofon nuschelte, schien dies zumindest einem der anwesenden Zuschauer nicht zu gefallen. Durch laute Zwischenrufe störte er wiederholt die Perfomance, woraufhin Phoenix schließlich von der Bühne sprang und den Mann attackierte. Erst die Security konnte die beiden Streithähne trennen und Phoenix zur Fortsetzung seines Gigs bewegen.
In wie weit die Performances des „Rappers“ ernst gemeint sind, darüber scheiden sich die Geister. Während des Konzert-Debüts in Las Vegas fiel Phoenix nach gerade mal drei Songs einfach von der Bühne. Bei Late-Night-Moderator David Lettermann machte er kürzlich durch einen verwirrten Auftritt voller kurz angebundener Antworten auf sich aufmerksam. Da Phoenix seit seiner Abkehr von der Schauspielerei stets von einer Kamera begleitet wird, verhärten sich mehr und mehr die Gerüchte, dass es sich bei den Auftritten allein um einen PR-Gag handelt. So soll das aufgenommene Filmmaterial demnächst zu einer Dokumentation zusammengeschnitten werden.

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