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Folk

José González und das Ensemble String Theory im Admiralspalast

Der Singer/Songwriter José González stürmt munter los mit dem Ensemble String Theory  

Foto: Malin Johansson

Der Sound von José González lässt sich noch immer gut mit seiner Version von „Heartbeats“ beschreiben. Das im Original von der Band The Knife gelieferte Stück verwandelte sich bei ihm vor elf Jahren in einen Folk-Song, in dem meditative Ruhe steckt. Diese Tendenz setzte sich auf seinem letzten Album „Vestiges & Claws“ weiter fort, doch man bemerkte auch den Willen zur Abkehr vom Minimalismus. Der exzellente Titel „Leaf Off/The Cave“ lebt von der Neigung zu mehr Rhythmik. González versteht es inzwischen auch, sich von großen Vorbildern wie Paul Simon zu lösen und stattdessen an der intuitiven Vortragsart der Musiker aus Mali zu orientieren.
Richtig oft macht González aber nicht von solchen Ideen Gebrauch. In zwölf Jahren hat er gerade einmal drei Solo-Alben veröffentlicht. Dazu gesellen sich zwei unter dem Gruppennamen Junip, die stärker von einer Rock-Band-Ausstrahlung leben. Ähnliches lässt sich von dem nun anstehenden Zusammenspiel mit dem Ensemble String Theory behaupten, das 2006 in Berlin entstand und jetzt in Göteborg ansässig ist. Bei einem Auftritt mit dieser Gruppe klingt „Heartbeats“ noch immer zurückhaltend. Andere González-Stücke dagegen verwandeln sich an der Seite der String Theory in eine stürmische Angelegenheit. Da spürt man schon eine Entwicklung. Eine berauschend positive.

Admiralspalast Friedrichstr. 101, Mitte, Di 17.1., 20 Uhr, ausverkauft

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