Afro-Beat

Jupiter & Okwess im Yaam

Weltbürger: Jupiter & Okwess haben Berlin-Background und berühmte Fans

Foto: Micky Clement

Jupiter Bokondji kennt den Osten Berlins. Sein Vater war in den späten Siebzigern
Attaché in der Botschaft des Landes, das damals Zaire hieß, und seit 1997 Demokratische Republik Kongo. In den Siebzigern wurde Jupiter oft wegen seiner Hautfarbe veralbert. Als Reaktion darauf nannte er seine erste Band trotzig Der Neger. Dass er diese Zeit nach all den Jahren nicht vergessen hat, hört man in „The World Is My Land (Deutschland)“ an Worten in unserer Sprache. Jupiter erklärt, dass er Berliner und Kongolese sei und auch auf Frankreich, Zimbabwe oder Japan stehe. Diese Einstellung kommt gut an. Und das, obwohl man den Sänger kaum mit seinen bekannten Musikerlandsleuten Papa Wemba, Franco oder Koffi Olomide vergleichen kann.

„Kin Sonic“, das aktuelle Album mit der Band Jupiter & Okwess, ist erst seine zweite große internationale Veröffentlichung. Einerseits unterstreicht der 54-Jährige damit seine Verbindung zur traditionellen kongolesischen Musik. Er mag den ruhigen und akustischen Rumba-Sound, orientiert sich aber auch an den zügigen Rhythmen und pirouettierenden Gitarrenlauten des traditionellen Musikstils Soukous. Außerdem setzt sich Jupiter mit dem Funk eines James Brown und dem Rock der Rolling Stones auseinander. Zu seinen Fans gehören Nick Caves Geiger Warren Ellis und Afrika-Enthusiast Damon Albarn, beide gastieren auf seinem Album. Ihr Beitrag ist die verdiente Belohnung für einen Vorkämpfer, der sich nie hat unterkriegen lassen.

Yaam An der Schillingbrücke 3, Friedrichshain, Fr 26.1., 20 Uhr, VVK 19 €

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