Konzerte & Party

Kakkmaddafakka im Festsaal Kreuzberg

Kakkmaddafakka

Aus Bergen stammen einige der erfolgreichsten Indiepop-Exporte Norwegens, darunter Kings Of Convenience, Röyksopp oder Songschreiberin Ane Brun. Auch die Brüder Axel und Pеl Vindenes und ihre Band Kakkmaddafakka können stolz darauf sein, es an dem kunstsinnigen Ort zu gefeierten Live-Lieblingen gebracht zu haben. Bei einem ihrer Auftritte muss sich auch Erlend Шye in das Großkollektiv verguckt haben: Auf der Bühne verbreiten Kakkmaddafakka kollektiven Leichtsinn samt wuseliger Show und Hin-und-her-Getausche am Gesangsmikro. Nebenbei gönnt sich die Band den Luxus eines Trios als Hintergrundtänzer. Nun versteht sich Шye seit seiner Rückkehr aus Berlin nach Bergen als eine Art großer Bruder für Bergens Pop­nachwuchs. Das aktuelle, zweite Album von Kakkmaddafakka hat der Kings Of Convenience-Kopf produziert, den Songs ein Stück weit seinen aufgeräumten, von überflüssigem Beiwerk befreiten Stil aufgedrückt. „Hest“ erinnert an ein tollkühn kombiniertes Mixtape: Indie-Discopop trifft auf TV-Showthemen, Salsa-Grooves auf Hängematten-Melodien, B-Movie-Gitarrenriffs gehen mit Cello-Strichen samt Nerd-Kult einher. Die kleine Erfolgsgeschichte der Band geht seither weiter; auch in Berlin sind ihre Clubshows meist rappelvoll. Wie ein Wunder scheint es da, dass sie vollkommen tight zusammenspielen – trotz Gewusel, Getanze, Geflachse. In elementaren Dingen wie einem passgenauen Beat sind die Bergener dann offenbar doch Perfektionisten.

Text: Ulrike Rechel

Kakkmaddafakka, Festsaal Kreuzberg, Mo 3.10., 21 Uhr, VVK: 14,90 Euro

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