Konzerte & Party

Kasabian spielen im Huxley\s

KasabianKasabian haben gerade ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert, aber erst zuletzt hat diese Band, die sich nach der Fluchtfahrerin von Charles Manson benannt hat, angenehm auf sich aufmerksam machen können. Zunächst nämlich sorgten die Briten mit ihrer Musik nicht gerade für ultimative Glücksmomente. In besseren Phasen orientierten sie sich an den Hybriden der Manchester-Rave-Ära. In schlechten Momenten war es bloß hohler Hooligan-Rock für Halbstarke.
Nun aber ist es doch geschehen: Kasabian haben ein richtig gutes Album gemacht. Zwar liefern die vier Lümmel aus Leicester wiederum keinen Stoff ab, aus dem mitsummbare Songklassiker sind, aber dafür ist es ihnen wenigstens gelungen, den Größenwahn in konstruktive Bahnen zu lenken. Mit „West Ryder Pauper Lunatic Asylum“ zäumen sie das Pferd von zwei Seiten auf. Einmal gehen sie dem psychedelischen Rock auf den Grund, begeben sich in die Nähe der britischen Rock­größen Syd Barrett und The Pretty Things. Zum anderen haben sie sich in San Francisco mit Beat­bauer Dan The Automator zusam­mengetan, der sich nicht erst seit dem Erfolg mit den Gorillaz mit
Grooves und elektronischer Atmo auskennt. Das Ganze war ein Wag­nis, so eine Mischung funktioniert nicht immer. Hier aber passt alles, erinnert es gar an die große Zeit von Primal Scream zu Beginn der Neunziger. Wir sind bekehrt.

Text: Thomas Weiland

Kasabian, Huxleys, Mo 2.11., 21 Uhr, VVK: 27 Euro

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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