Konzerte & Party

Keine Location für Sizzla

SizzlaDas für Donnerstag (26.11.) in Berlin geplante Konzert des Jamaikaners Sizzla wurde gleich zwei Mal abgesagt. Der Sänger steht wegen seiner homophoben Texte seit längerer Zeit stark in der Kritik. Eine Protestgruppe, zu der Vertreter des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), der Grünen und der Linkspartei gehörten, hatte unter dem Motto „Smash Homophobia“ schon seit einiger Zeit gegen die Durchführung des geplanten Konzerts im Kesselhaus protestiert.
Nachdem Sizzla seinerseits bereits getroffene Vereinbarungen zur Bekämpfung von Homophobie nicht einhalten wollte, sagte das Kesselhaus die Show kurzerhand ab. Von Seiten des Managements von Sizzla suchte man kurzfrisitig also eine andere Location und schien diese in Huxley’s Neue Welt zunächst gefunden zu haben. Der Vertrag wurde jedoch unterzeichnet, ohne den Namen Sizzla zu nennen. Als schließlich herauskam, wer das Konzert am Donnerstag geben sollte, zog auch das Huxley’s seine Zusage kurzfristig zurück. In einer Pressemitteilung hieß es: „Der Betreiber des Huxleys stellt dem Künstler die Räumlichkeiten für ein Konzert nicht zur Verfügung und distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieser Veranstaltung.“
Der Lesben- und Schwulenverband zeigte sich zufrieden: „Die Entscheidung ist nur folgerichtig. Das Kesselhaus sowie das Huxleys haben Zivilcourage bewiesen.“

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