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Kim Gordon: Girl In A Band

Kim Gordon: Girl In A BandEs fängt an mit dem Ende: Das Traumpaar des Noiserock Kim Gordon und Thurston Moore lässt sich nach 27 Jahren scheiden und bricht die Herzen der Fans. Zeit für eine Bilanz, sagte sich die stets im Minirock auftretende Bassistin, die nie ein betont weibliches Selbstverständnis zeigte, sich in High Heels wie ein Transvestit fühlt und gelernt hatte, Frauen schlechter als Männer zu bewerten. Wie sie sich davon befreite, wie ihre Arbeit als Künstlerin zu extremem Lärm und Dissonanzen als reinigende Kräfte führte, davon erzählt diese uneitle, kurzweilige Biografie. Kim Gordon benennt hier hinter coolen Auftritten auch menschliche Strukturen, z. B. dass Courtney Love psychisch ein Problem hat. Und sie gibt natürlich Einsichten in die New Yorker No-Wave-Szene, auf deren Musik Sonic Youth aufbaute und damit den Sprung in den Alternative Rock wagte.

Text: Christine Heise

Kim Gordon: Girl In A Band, Kiepenheuer & Witsch, 352 S., 19,99 Euro

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