Konzerte & Party

„Kings Go Forth“ im Bohannon

Kings Go Forth

Eine neue Generation hat sich in den Soul verliebt, und die Alten profitieren davon. Leute wie Sharon Jones oder Lee Fields finden so viel Beachtung wie noch nie in ihrer Karriere. Gleiches gilt für den Mann, der sich Black Wolf nennt. Der ist zu Hause in Milwaukee eine feste Szenegröße, hat schon in zig Bands gesungen und in den Studios von Curtis Mayfield aufgenommen. Richtig los ging es für ihn aber erst, als er vor ein paar Jahren Andy Noble kennenlernte. Dem gehört in der amerikanischen Bierhauptstadt der Plattenladen Lotus Land und das dazugehörige Label gleichen Namens. Irgendwann kam dem Hobby-Bassisten die Idee, dass er auch eine Hausband gebrauchen könnte. Er engagierte Black Wolf als Sänger und acht weitere Musiker und nannte das Ganze Kings Go Forth, nach einem Roman von Joe David Brown und einem Film mit Frank Sinatra.
Zehn Leute in einer Soul-Band – da kann eigentlich nichts schiefgehen: Schlagzeuger Jeremy Kuzniar ist ein echter Antreiber, der mit Noble ein kongeniales Rhythmusdoppel bildet. Wenn die beiden zusammen mit den Bläsern vorlegen, kommt alles wie von selbst in Gang. Auf ihrem ersten Album „The Outsiders Are Back“ orientieren sich Kings Of Forth am temperamentvollen Sound in Mayfields „Move On Up“, am Philly-Soul und auch mal am Reggae. Häufig steckt in ihrem Vortrag sogar mehr Leidenschaft, als man von den Originalen gewohnt ist. Das sollte man gehört haben.

Text: Thomas Weiland

Kings Go Forth, Bohannon, Fr 14.1., 22 Uhr, VVK: 18 Euro

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