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Kiss ohne Wolfmother, mit Five and the Red One und Taking Dawn in der O2-World

KissMan kann nicht behaupten, dass es dem Kerl an Selbstbewusstsein mangelt. „Wenn jeder so wäre wie ich,“ schreibt Kiss-Frontmann Gene Simmons in seinem neuen Buch, „dann wäre unsere Welt perfekt.“ Seine Memoiren „Sex Money Kiss“ sind pünktlich zur Welttournee der Rock-Dinosaurier erschienen, die auch im 37. Jahr ihres Bestehens mit den bewährten Zutaten (Schminke, Schmockrock, Strumpfhosen) die Arenen zwischen Santiago de Chile und Trondheim füllen. Anders als sein etwas angeschlagener Altersgenosse Ozzy Osbourne schwelgt Simmons aber nicht in heiteren Erinnerungen an seine spektakulärsten Ausschweifungen, sondern strengt seine Leser mit praxisorientierten Lebensweisheiten an, wie man sie sonst nur aus den Büchern von Fußballergattinnen oder aus Management-Ratgebern aus der Ein-Euro-Kiste kennt. Wenn es nicht gerade um den rechten Umgang mit Frauen geht („Männer haben einen Penis“), geht es ums Geldverdienen („Seien Sie rund um die Uhr bereit zu arbeiten“). So erinnern Simmons‘ Lektionen daran, dass Kiss eine durch und durch unsympathische Band bleibt, für die sich das Musikbusiness schon immer nur ums Business drehte und nicht um die Musik.

Text: Ace Zwirner

Kiss + Wolfmother (abgesagt) + Five and the Red One + Taking Dawn, O2 World, Mi 26.5., 20 Uhr, VVK: ab 62.95 Euro

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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