Konzerte & Party

Knaack-Club bekommt Recht

Tänzer_im_NebelDie Existenz des Knaack-Clubs, einem der ältesten der Stadt im Hinterhof der Greifswalder Straße 224, scheint gesichert. Wie das Berliner Verwaltungsgericht am Freitag mitteilte, muss der Partylärm nicht reduziert werden. Der Club habe vielmehr ein Recht darauf, sich gegen die Lärmbeschwerden der Nachbarn zu wehren.
Der seit Jahren schwelende Streit zwischen dem Club, den Anwohnern und dem Bezirksamt Pankow scheint damit vorläufig entschieden zu sein. 2005 erhielt die damalige Eigentümerin des an den Knaack-Club angrenzenden Grundstücks vom Bezirksamt Pankow die Genehmigung, das darauf befindliche Bürogebäude in ein Wohnhaus mit Eigentumswohnungen umzuwandeln. Die ersten Beschwerden der neuen Eigentümer über den Lärm aus dem Knaack-Club gingen 2008 beim Bezirksamt ein. Doch das Verwaltungsgericht entschied, dass eben dieser Umbau und nicht die überhöhten Dezibel-Zahlen als „rücksichtslos“ anzusehen ist.
Doch ein zweites Verfahren ist anhängig. Denn nun muss des Oberlandesgericht entscheiden, wer die Schuld an der verfahrenen Situation trägt. Das Bezirksamt Pankow, weil es eine Baugenehmigung erteilt hat, in dem keinerlei Lärmschutzmaßnahmen enthalten waren. Oder doch die Bauherren des neuen Wohnhauses, die weder für entsprechenden Lärmschutz sorgten, noch die neuen Eigentümern über die Existenz des Clubs aufklärten.
Von einer Schadensersatzforderung in Millionenhöhe seitens der Eigentümer ist bereits die Rede.

Knaack-Club, Greifswalder Straße 224, 10405 Berlin.

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