Konzerte & Party

Knackiges Trio: Lenz im Roten Salon

In ConcertMit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Piano schlagen sich Lenz seit 2006 durch die Berliner Musiklandschaft. Sie nahmen an Wettbewerben teil und kämpften im Internet beharrlich um Aufmerksamkeit. „Wir haben früher viel in Eigenregie gemacht“, erzählt Richard Putz, Sänger, Songwriter, Pianist und Gitarrist der Band. „Wir haben auch auf eigene Faust ein Studio gemietet und unsere Stücke produziert.“ Durch die damit verbundenen hohen Kosten stand die Band jedoch immer unter Zeitdruck, sodass mancher in der Tiefe schlummernde Schatz ungehoben blieb. Die finanzielle Unterstützung des schließlich gefundenen Verlags schenkte Lenz dann endlich die Zeit, ausgiebig an den Stücken ihres Debüts „Augen auf und durch“ zu feilen.
Bis zu drei Monate arbeitete das Trio an einem einzigen Song. Heraus kam dabei klar arrangierter Pop, reich an großen Melodien, an Emotionen und Herz. Die Nähe zu Gruppen der Hamburger Schule ist dabei unüberhörbar, denn Lenz stellen ebenso kompositorisches Können wie sprachlichen Anspruch und Tiefgang unter Beweis. „Ich würde uns davon trotzdem abgrenzen“, sagt Putz. „Hamburger Bands sind meist eher indie und schrammelig. Bei denen vermisse ich immer den richtig guten Song. Wir haben ihn.“
Putz, der auf dem Album sowohl Gitarre als auch Piano spielt, wird live mal dieses und mal jenes Instrument bedienen. „Wir haben eine durchproduzierte Platte, aber live funktioniert es auch reduziert, weil die Songs funktionieren. Ein Trio ist ja eh immer knackig. Mehr braucht kein Mensch.“

Text: Nadine Kleber

Lenz, Roter Salon/Volksbühne, Sa 7.3., 22.30 Uhr, AK: 8 Euro

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