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Alberta Cross

Alberta Cross

Das dritte Album von Alberta Cross hat der Sänger und Wahl-New-Yorker Petter Eriksson Stakee auf eigene Faust realisiert
Als 2012 eine lange Tour für Alberta Cross zu Ende ging, war das Londoner Duo ausgepowert. Das Leben in Dauergemeinschaft mit Crew und Mitmusikern ist auf Dauer nicht jedermanns Sache; so muss es Bassist und Bandmitgründer Terry Wolfers ergangen sein, der seinen Kompagnon Petter Eriksson Stakee hernach allein zurückließ, um sich solo auszuprobieren. Das dritte Alberta-Cross-Album hat Stakee nun für sich als Rückkehr zum Start interpretiert. Dabei nutzte er die Gelegenheit, um den Kurs der Band zu verändern. Auf dem selbstbetitelten, in einer umgebauten Kirche nahe Woodstock aufgenommenen Werk tauscht der gebürtige Schwede des Öfteren die Opulenz des sehr eingängigen Vorgängers „Songs of Patience“ gegen abgespeckte, wenngleich immer noch emotionspralle Töne ein. Inspiriert hat ihn das erste Mini-Album mit Wolfers, „The Thief & the Heartbreaker“, das 2007 aus kaum nachbereiteten Demos bestand. Ganz ohne Begleitung ist der Gitarrist und Pianist aber nicht zu Werk gegangen. In Manhattans Jam-Clubs spielte er sich bei spontanen Sessions warm und schloss neue musikalische Bekanntschaften. Die Jam-Kollegen gastieren auf manchem neuen Song und steuern warme Arrangements um Streicher, Bläser und Percussion bei. Das passt bestens zu den Ohrwurm-Melodien wie im Filmleinwand-weiten „Ghost of Santa Fe“ oder dem ausgeruhten „Western State“, durch das eine bittersüße Brise а la Tom Petty oder Don Henley weht. Für große Americana-Gefühle hat der Europäer eine Ader, ob er nun mit oder ohne Band unterwegs ist.     


Text:
Ulrike Rechel

Foto: Jenn Five

Musik & Frieden Falckensteinstraße 48, Kreuzberg, So 31.1., 20 Uhr, VVK: 15 Euro zzgl. Gebühr

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