Konzerte

Benjamin Clementine

Benjamin Clementine

„Die Geschichte dieses Jungen ähnelt der meinen“, erzählt uns Benjamin Clementine über den Opener auf seinem 2015er-Debüt „At Least for Now“. Warum? „Erstmal sagen die Leute auch bei mir immer: Was zur Hölle hast du angestellt?“ Clementine, zwei Meter groß, denkt meist lange nach bevor er spricht – und dann haucht er die Worte in einer seltenen Mischung aus Sicherheit und Bescheidenheit in den Raum. Fast monoton. Dass er croonen kann wie der ganz junge Tom Waits, glaubt man sofort. Aber dass sich seine Stimme in androgyne Arien-Höhen emporschraubt, а la Antony Hegarty, hält man in solchen Momenten kaum für möglich. Den Flügel spielt er barfuß, im dunklen Bademantel, oft begleitet von einer Cellistin. Vor ein paar Jahren machte er noch Late-Night-Jazz in Pariser Bars: „Ich hatte lange keinen Job. Ich kam aus dem Nichts. Aber selbst damals hab ich mich bemüht, das Nichts zumindest nach etwas aussehen zu lassen.“   

Text: Stefan Hochgesand

Foto: Promo

Kammermusiksaal der Philharmonie
Herbert-von-Karajan-Str. 1, Tiergarten, ?Di 15.12., 20 Uhr, VVK 30 Euro zzgl. Gebühr

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