Experimental Hip-Hop

Interstellar: Clipping

Clipping fliegen apokalyptisch durchs Weltall, mit Störgerät und Gospelsounds

Man kann sich schnell und gern an Daveed Diggs gewöhnen. Er gehört nicht nur dieser bemerkenswerten Gruppe an, sondern war von 2013 und 2016 auch Mitglied des
Broadway-Musicals „Hamilton“. Seine beiden Partner William Hutson und Jonathan Snipes treiben den experimentellen Approach von Clipping auf die Spitze, indem sie die gehetzten Worte von Diggs mit massiven Störgeräuschen begleiten. Der neueste gemeinsame Einfall der drei Musiker ist das Konzeptalbum „Splendor & Misery“, auf dem sie die Geschichte vom einzigen Überlebenden eines Sklavenaufstands auf einem interstellaren Frachtschiff erzählen. Irrigerweise glaubend, er sei ganz allein im Weltraum, bastelt er sich am Armaturenbrett eine eigene Klangwelt zurecht.
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Ihren apokalyptischen Grundton durchbrechen Clipping dafür sogar mit Gospel. Das Trio wurde wegen des bisherigen Outputs völlig zu Recht mit Death Grips, Shabazz Palaces oder Tim Hecker verglichen. Jetzt zeigt sich, dass sie Hip-Hop noch in eine ganz andere neue Dimension befördern können. Es ist sehr ambitioniert und wahnsinnig gelungen.

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