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Hippie-Hop

Das Hippiekind: Iris Gold hat einen Planeten erschaffen, auf dem Rassismus keinen Platz mehr hat

Der Soundtrack ihrer Kindheit kam vor allem aus den seligen Sixties, von Jefferson Airplane, The Doors, The Mamas and The Papas.

Auf Planet Cool sind auch die Brillen extracool. Foto: Joshua Fry

Iris Gold erblickte zwar in Großbritannien das Licht der Welt, wuchs aber auf in Christiana, dem berühmten „Freistaat“ in Kopenhagen. Gleichaltrige gab es dort, in der Hippie-Utopie, kaum. Stattdessen war sie umgeben von nicht mehr ganz so jungen Blumenkindern, die gerne das hörten, was man schon seit längerem „Classic Rock“ nennt.

Erst als Jugendliche entdeckte die heute Mitte-20-Jährige HipHop für sich. Beide Prägungen zusammen führten zu: Hippie-Hop. So nennt Iris Gold ihren Stil, eine quirlige, lebensfreudige Mischung aus Flower Power, Retro-HipHop, Power Pop, Soul, Funk und Reggae. Dazu passt ihre ungemein vielseitige Stimme, mit der sie mal keck rappt, mal kraftvoll singt.

Im Sommer 2019 erschien Iris Golds Debütalbum „Planet Cool“. Damit ist ein Ort gemeint, an dem Hautfarbe, Herkunft, Alter und Geschlecht vollkommen egal sind und jeder willkommen ist, genau so wie er oder sie ist. Als Tochter einer Inderin und eines Jamaikaners hat Iris Gold selbst Diskriminierung erlebt. Als Kind flüchtete sie sich in solchen Momenten gedanklich auf ihren imaginären Planet Cool. So entstand der Albumtitel, der gleichzeitig auch eine Lebensweise proklamiert, wie Iris Gold sagt. „A Lot To Give“ sei beispielsweise ein Track über drei Generationen von Afro-Kämpfer*innen, die gekommen seien, um Intoleranz und Rassismus mit ihrer Super-Funk-Power auszulöschen.

Musik & Frieden Falckensteinstr. 48, Kreuzberg, Di 11.2., 20 Uhr, VVK 18 € zzgl. Gebühren

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