Konzertbericht

Jamiroquai live in Berlin: Ist die Band aktueller denn je?

Funk-Ikone Jamiroquai spielte am Mittwochabend ein beeindruckendes Konzert und brachte die Uber Arena in Friedrichshain zum Beben – mit alten Klassikern, neuen Songs und einer Show, die visuell wie musikalisch Maßstäbe setzte. Was das Konzert, so besonders machte und warum die Musik heute noch von Bedeutung ist. 

Die britische Acid-Jazz-Funkband spielte ein Konzert in der Uber Arena. Foto: Imago/Berlinfoto.

Das Konzert ist nahezu ausverkauft. Rund 12.000 Menschen pilgern zur “Heels of Steel”-Tour, viele davon sind schon seit den 90ern treue Fans – manche sogar mit den ikonischen Jay-Kay-Hüten auf dem Kopf. Einige hatten auch ihre Kinder dabei. Jamiroquai begeistern eben generationsübergreifend. 

Als schließlich zehn Musiker:innen, drei davon sind Backgroundsängerinnen, die Bühne betreten und Jay Kay in Fransenjacke und glitzerndem Cowboyhut auftaucht, bricht lauter Jubel los. Groovende Basslines gepaart mit melodischem Synthesizer fluten die Arena. Auf meterhohen Monitoren treiben Galaxien, leuchtende Sphären und Planeten vorbei, und weitere futuristische LED-Lichtspiele runden das eindrucksvolle Bühnenbild ab. Das Weltraum-Thema wird den ganzen Abend beibehalten. Und immer stets passend zu den Liedern. 

Jamiroquai auf ihrer „Heels of Steel“-Tour in der Uber Arena. Foto: Imago/Gruppo LiveMedia.

„Cosmic Girl“ & Co: Die Hits, die niemand stillstehen lassen

Jamiroquai spielt natürlich die Songs, zu denen jeder Fan mitsingen kann, “Cosmic Girl” oder “Space Cowboy”. Spätestens ab da stand keine Hüfte still. Die Menschen lachen, singen und tanzen ausgelassen, als wären sie nochmal 16. 

Auch wenn Jay Kay nicht mehr der Jüngste ist, bringt er immer wieder mitreißende Tanzeinlagen. Die Band spielt ganze zwei Stunden lang, dehnt einzelne Stücke in ausufernde Jam-Sessions aus und gibt jedem Mitglied Raum für jazzige Soli. Mit auf der Set-List standen außerdem „Canned Heat“ und „Little L“, „Seven Days in Sunny June“, sowie „Love Foolosophy“.  

Der Frontsänger verabschiedet sich mit einem einfachen “Danke Berlin” und verschwindet hinter die Bühne. Die Band kommt zurück. “Virtual Insanity” heißt die Zugabe.

Warum Jamiroquai heute aktueller denn je ist

Die Acid-Jazz Band Jamiroquai schafft es immer wieder gesellschaftskritische Texte in tanzbare Rhythmen zu verpacken. Mit Inhalten über Klimakritik, Überkonsum, Gentechnik und Kapitalismus, haben die Texte immer noch Aktualität und klingen heute fast aktueller als in den 90ern. Es sind eben die Themen die besonders junge Menschen beschäftigen. Damit ist Jamiroquai eine Band die Generationen verbindet. 


Mehr zum Thema

Pop-Feuerwerk mit Nostalgie, Hits und Pferden: Nelly Furtado war der Star der Off Days in der Zitadelle.
Drake live in Berlin: Der Hip-Hop-Superstar hat euch alle lieb. 90s-Helden in der Zitadelle: So war das Konzert der Smashing Pumpkins. Ein Konzert wie ein alter Lieblingsfilm: So war Iggy Pop in der Zitadelle. Jede Menge Highlights: Das erwartet euch beim Citadel Music Festival 2025. Immer noch Mr. „SexyBack“? So war das Konzert von Justin Timberlake. Noch lange im Gedächtnis wird uns bestimmt der Auftritt von Neil Young in der Waldbühne bleiben. Nicht ganz so lang wie Neil Young, aber nun auch schon 25 Jahre als Musiker unterwegs, ist Sido: Hier könnt ihr nachlesen, wie der Start der Jubiläumstour in Berlin war. So war es bei Patti Smith: Den Konzertbericht lest ihr hier. Ein Konzert wie eine Million Bier: So war das AC/DC-Konzert in Berlin.

Berlin am besten erleben
Dein wöchentlicher Newsletter für Kultur, Genuss und Stadtleben
Newsletter preview on iPad