Konzerte

Jungle Brothers und Fashawn

Jungle Brothers

Wenn man zurückdenkt, wie es mit ihnen einst anfing, bekommt man noch immer feuchte Augen. Im Jahr 1988 zeigten die Jungle Brothers (Foto) auf überragende Art und Weise, dass man im Hip-Hop nicht immer zu denselben Mitteln greifen muss. Auf ihrem ersten Album „Straight Out The Jungle“ inkorporierten sie Elemente aus dem Jazz, integrierten sie mit Produzent Todd Terry einen lupenreinen House-Beat und gaben sie sich sehr friedfertig. Das nachfolgende Album „Done By The Forces Of Nature“ war noch besser, weil es durchdacht produziert war und trotz geistvoller Ansagen der Party-Vibe nicht zu kurz kam. Alles in allem ein optimaler Start, aber mit zunehmender Zeit hatten die JB‘s zu kämpfen. Einmal blockierten strengere Sampling-Regeln die kreativen Möglichkeiten und zum anderen gab es innere Unstimmigkeiten. Jetzt tritt das ursprüngliche Trio wieder gemeinsam auf und steigt die Wahrscheinlichkeit für die Veröffentlichung neuen Materials. Auf der Suche nach Inspiration sollten sich die JB‘S vielleicht mal mit Fashawn vertraut machen. Dessen Künstlername ist zwar an das englische Wort für Mode angelehnt, aber man hört, dass ihm ernsthafte künstlerische Arbeit wichtiger ist. Der Rookie aus dem kalifornischen Fresno ließ ganze sechs Jahre bis zur Veröffentlichung seines zweiten eigenen Longplayers „The Ecology“ verstreichen. Sein Selbstbewusstsein ist jetzt ein ganz anderes, das erkennt man am Track „Something To Believe In“, bei dem Rap-Legende Nas und Soulsänger Aloe Blacc gastieren. In diesen Tagen gibt es einige Gründe, die dafür sprechen, dass man den Glauben an den HipHop niemals verlieren darf. Fashawn ist einer davon.   

        

Text: Thomas Weiland

Foto: Stijn Coppens

Yaam (Jungle Brothers) An der Schillingbrücke 3, Friedrichshain, Fr, 11.9., 22 Uhr, ?VVK: 17 Euro zzgl. Gebühr

Cassiopeia (Fashawn) Revaler Straße 99, Friedrichshain, Fr 11.9., 21 Uhr, ?VVK: 18 Euro zzgl. Gebühr

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