Konzerte

Kiesza

Kiesza

Die geballte Rückkehr der Musik der Neunziger, sie findet einfach nicht statt. Bis auf Ausnahmen hat sich bisher nicht viel getan. Auf die Kanadierin namens Kiesza sollte man aber achten. Ihr ist die Rolle der Auslöserin absolut zuzutrauen. Auf ihrem Album „Sound Of A Woman“ orientiert sie sich stark an der Dance-Music früherer Jahre. Am deutlichsten ist das in „What Is Love“ der Fall. Bei diesem Song handelt es sich tatsächlich um eine Version von Haddaways altem Ohrwurm, den man lange Zeit mit Erfolg vergessen hatte. Haddaway – das muss man sich einmal vorstellen! Wo soll das alles noch hinführen? Kiesza hat außerdem ein Faible für Hip-House, Snap, Crystal Waters, Adeva, Disco und den HipHop der goldenen Ära. Anderen hat sie bereits einen Denkanstoß gegeben. Wenn man sich etwa das Album von Azealia Banks zu Gemüte führt, wird man Parallelen entdecken. Bei der Genera­tion 20+ kommt es auch sonst gut an, davon konnte man sich im letzten November bei einem Showcase-Auftritt im Gretchen überzeugen. Und es ist nicht davon auszugehen, dass alles gleich wieder verpufft. Nach über­einstimmenden Meldungen ist Kiesza an den nächsten Alben von Rihanna und der schwedischen Eurovision-Gewinnerin Loreen als Songschreiberin beteiligt. Solche Jobs bekommt man nicht, wenn man kein Talent vorzuweisen hat.   

Text: Thomas Weiland

Foto: Universal Music

Kesselhaus Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg, ?So 1.2., 20.30 Uhr, ausverkauft

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