Musiktipps

Konzerte diese Woche in Berlin: Unsere Tipps für Livemusik

Welche Konzerte finden diese Woche in Berlin statt? Die Auswahl ist groß, und wir geben euch Tipps für die Shows, die sich besonders lohnen. Mit den wichtigsten Infos zu Tickets, Terminen und Auftrittsorten. Das sind die Konzerte in Berlin in dieser Woche, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.


Konzerte diese Woche in Berlin: Barry Adamson

Barry Adamson spielte in vielen legendären Gruppen. Jetzt ist er solo im Privatclub zu sehen. Foto: Mark David Ford

Der Brite schaut auf eine bewegte Karriere zurück. Die Karriere als Grafikdesigner opferte er Mitte der 70er-Jahre seiner neuen Liebe, dem Punk. Er gründete 1977 mit Ex-Buzzcocks-Frontmann Howard Devoto die Band Magazine und spielte auf den ersten Alben der Disco-New Waver Visage. Schließlich schloss er sich Nick Caves Birthday Party an und spielte auf vier Alben der Bad Seeds. 1987 begann seine Solokarriere mit dem Soundtrack zu dem fiktiven Thriller „The Man with the Golden Arm“. Schließlich machte er sich für zahlreiche Scores (u.a. für David Lynch) einen Namen, aber auch als Remixer (u.a. für Depeche Mode und Einstürzende Neunbauten). Adamsons Trademark sind eine sonore Flüsterstimme und swingende Sounds.

  • Privatclub Skalitzer Str. 85-86, Kreuzberg, Mi 12.6., 20 Uhr, VVK 33 €, weitere Infos und Tickets hier

Nichtseattle

Irgendwie lieben alle Nichtseattle. Foto: Sascha Schlegel

Tocotronic sangen einst „Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk“, daraus entnahm sich die in Karlshorst aufgewachsene Katharina Kollmann ihren Bühnennamen. Als Nichtseattle ist sie seit circa 2017 unterwegs, seit 2019 singt sie in deutscher Sprache. Folkig, poetisch, mit minimalistischen Gitarren-Arrangements unterlegt, dabei stets dem Schrammeln zugewandt, kommen die kritisch-subversiven-Songs daher. Aktuell veröffentlichte sie ein Album mit dem Titel „Haus“. Es sind „12 neue Lieder aus der Prekarität, über notwendige Solidarität, über Sippen und notwendige Unterstände“. Das Konzert im Frannz dürfte sehr voll werden, wer dafür kein Ticket ergattern konnte: im November freuen, dann spielt Nichtseattle im SO36.

  • Frannz Club Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg, Do 13.6., 20 Uhr, ausverkauft, weitere Infos hier

Konzerte diese Woche in Berlin: John Legend

John Legend spielt sein einziges Deutschlandkonzert in der Zitadelle Spandau. Foto: Promo

Vor zwei Jahren erschien das achte Studioalbum des US-Amerikaners – und das gleich in zwei Versionen. Die eine enthält Arrangements, die zwischen Pop, Neosoul und zeitgenössischem R’n’B changieren. Und dann gibt es die Fassung im deutlich reduzierteren Gewand. John Legend begleitet sich dabei am Piano. Dieses Konzept stieß bei Fans und Kritik auf dermaßen positive Resonanz, dass der 45-Jährige beschloss, auch ältere Hits wie „Ordinary People“ oder „Tonight“ umzuarrangieren. Bei seinem einzigen Deutschlandkonzert setzt sich Legend ans Klavier und überrascht zwischen den Songs mit zahlreichen persönlichen Anekdoten.

  • Zitadelle Spandau Am Juliusturm 64, Spandau, Do 13.6., 18.30 Uhr, Tickets ab 88 €, weitere Infos und Tickets hier

Dogstar

Ist das wirklich..? Ja, Keanu Reeves spielt mit seiner Band Dogstar in Berlin. Foto: Brian Bowen Smith

Keanu Reeves ist Schauspieler („Matrix“, „John Wick“) und Musiker. Vor allem aber ist er ein verdammt guter und cooler Typ. Der langhaarige Superstar fährt U-Bahn, wartet geduldig in der Schlange – für seine eigene Party. So auf dem Boden geblieben, sind nur wenige. Da überrascht es auch nicht, dass „The Nicest Guy in Hollywood“ immer noch in seiner alten Alternative-Rock-Band Dogstar Bass spielt.

  • Huxleys Hasenheide 107-108, Neukölln, Sa 15.6., 20 Uhr, evtl. Restkarten, weitere Infos und Tickets hier

Konzerte diese Woche in Berlin: İÇ İÇE Festival

Die anatolischen Musik kann auch ordentlich einheizen. Beim İç İçe werden kulturelle Vielfältigkeit und die wunderbaren Acts gefeiert. Foto: Ceren Saner

Anatolien, tiefste türkische Provinz, die vor allem dafür bekannt ist, dass viele Menschen von dort Richtung Deutschland gezogen sind. Anatolien ist aber auch ein Schmelztiegel, ein Kulturraum, in dem sich seit Jahrzehnten diverse musikalische Strömungen vermengen und die Popmusik des 21. Jahrhunderts nachhaltig prägen. Bei dem eintägigen Festival, das zum vierten Mal stattfindet und von einem migrantischen und queeren Team organisiert wird, stehen politische Themen um Rassismus, Empowerment und Sichtbarmachung von Herkunft und Identität ebenso im Fokus wie die Musik. Angekündigt sind Acts wie das Hamburger Hip-Hop-Kollektiv Bangerfabrique, die Berliner Rapperin, Künstlerin und Schauspielerin kurdischer Herkunft EBOW und das Berlin-anatolische New-Wave-Krautrock-Trio Kara Delik.

  • Festsaal Kreuzberg Am Flutgraben 2, Treptow, Sa 15.6., ab 14 Uhr, ausverkauft, weitere Infos hier

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