Konzerte

?ReggaeInBerlin.de-Festival

Exco Levi

Jamaikanische Künstler verleihen dem Festival stets die nötige Würze. Dass nun ausgerechnet Inner Circle eingeflogen werden, verwundert dennoch. Während der letzten Dekaden trat die Band vornehmlich mit seichten Pop-Songs wie dem Serien-Hit „Bad Boys“ (1987) oder der Strand-Hymne „Sweat (A La La La La Long)“ (1992) in Erscheinung. Es gab aber auch andere Phasen: Die Truppe um Frontmann Jacob Miller erarbeitete sich in ihrer Glanzzeit der 70er einen Ruf als lässige Roots-Kombo, die in einem Atemzug mit Bob Marley und seinen Wailers genannt wurde. Knapp vierzig Jahre nach der Gründung inszenieren die Mitglieder einen Song ihres früh verstorbenen Sängers, der an alte Zeiten anschließt und vielleicht die Rückbesinnung zum frühen Sound einleitet. Eine Atlantik-Überquerung steht an diesem Wochenende ebenfalls dem kanadischen Newcomer Exco Levi (Foto) bevor. Vom Hamburger Silly Walks Soundsystem protegiert, gewann er in den vergangenen drei Jahren diverse Musikpreise und konnte so sein jüngst erschienenes Debütalbum „Country Man“ finanzieren. Levis Songs wirken frischer als die seiner jamaikanischen Zeitgenossen und büßen trotz Diaspora in Toronto nicht an Authentizität und lyrischem Tiefgang ein. Letzterer fehlt dem südamerikanisch-deutschen Projekt Raggabund leider häufig. Der äußerst tanzbare Sound, der irgendwo zwischen Jazz, Latin und Dub changiert, sorgt aber immerhin für gute Laune.        

Text: Max Müller

Foto: Promo

Yaam An der Schillingbrücke, Friedrichshain, Fr 17.7. (Exco Levi, Raggabund u. a.) + Sa 18.7. (Inner Circle u. a.) VVK: Kombi-Ticket 28?Euro, Fr 12?Euro, Sa 22?Euro alle zzgl. Gebühr

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