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Toy im Badehaus

Die retro-affinen Toy laden zum bewusstseinserweiternden Pop-Trip

Toy – das klingt nach einer verspielten Truppe. Und der Name liegt nicht ganz daneben. Die Band aus Brighton, die sich optisch wie akustisch zwischen androgynem Britpop (Frontmann Tom Dougall) und langhaarigem Krautrock (die restlichen Mitglieder) bewegt, hat viel Spaß daran, auf Gitarren-Pedalen herumzutreten und zwischen lieblich-verstrahltem Dream-Pop und Hall-gesättigtem Indie-Rock auch noch Space-Effekte einzustreuen.

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Gern schaukelt man sich zu psychedelischen Lärminfernos hoch, während im Hintergrund ein motorischer Schlagzeug-Beat den Kurs hält. Auf dem selbstbetitelten Debüt von 2012 und dem Nachfolger „Join the Dots“ wurde die Siebenminuten-Marke schon mal überschritten. Vor allem die britische Musikpresse konnte sich für Toy begeistern, doch schaffte es der Hype – wie so oft – nicht über den Ärmelkanal. Der internationale Durchbruch steht sicher auch nicht mit dem neuen Album„Clear Shot“ an. Doch haben Tom Dougall und Kollegen ihren Sound dezent aufgefrischt und entschlackt und die Noise-Schwelgereien zugunsten von mehr Dynamik und Pop-Appeal zurückgefahren. Einen bleibenden Eindruck hinterlassen dabei die Keyboard-Spielereien, die mal an New Order, mal an billige Gruselfilme erinnern. Am Spieltrieb der Herren hat sich nichts geändert.

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