Konzerte

Tricky

Tricky

Es fing überragend an. Tricky und sein übernächtigter Sprechgesang spielten eine wichtige Rolle auf den ersten Alben von Massive Attack. Von seinem eigenen Debüt „Maxinquaye“ aus dem Jahr 1995 schwärmt die Welt noch heute. Danach lief nicht alles reibungslos. Ein neuer Weltstar wurde Tricky nicht, auch nicht durch Filmrollen wie in „Das fünfte Element“ von Luc Besson. Er gehört zu den Menschen, die eine geheimnisvolle und rebellische Art hegen und pflegen. Nun präsentiert er aus heiterem Himmel ein Album, das nach seinem Geburtsnamen „Adrian Thaws“ benannt ist. Gestattet er jetzt etwa tiefen Einblick in seine Persönlichkeit? „Ich bin stolz auf die Musik, die ich bisher veröffentlicht habe. Aber sie entspricht nicht der ganzen Wahrheit. Dieses Mal erinnere ich mich an Zeiten, als ich durchs Land gereist bin, um zu Konzerten der ersten wichtigen englischen Rap-Gruppe ­London Posse zu gehen. Eine Freundin meiner Tochter singt eine Version des Reggae-Hits ,Silly Games‘ von Janet Kay. Ich möchte, dass die heutige Generation ihn kennenlernt.“ Außerdem überrascht er mit einem House-Beat im besten Stück „Nicotine Love“. „Ich habe eine Nachricht auf Facebook erhalten, in der sich der Absender überrascht zeigt, dass ausgerechnet ich House-Musik mag. Mit dem neuen Album möchte ich zeigen, dass ich nicht in einer musikalischen Einbahnstraße lebe.“

Text: Thomas Weiland

Foto: Richard Robinson/ ZlatimirArakliev

Yaam An der Schillingbrücke 3, Friedrichshain, Fr 30.1., ?21.30 Uhr, VVK: 30,50 Euro zzgl. Gebühr

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