Konzerte & Party

Last Days Of April

Last Days Of Aprill

Passend zum eigenen Bandnamen kommen Last Days Of April in der letzten Aprilwoche nach Berlin. Nun ist das Spiel mit dem Namen der Schweden natürlich noch lange kein Grund für einen Konzertbesuch, doch wer die eingängigen Indiesongs von Band-Mastermind Karl Larrson hört, wird verstehen, warum sich die Skandinavier im Laufe ihrer mittlerweile fast 15-jährigen Historie eine kontinuierlich wachsende Fangemeinde erspielt hat.

Hierzulande wurde das Quartett Anfang des Jahrtausdens durch eine gemeinsame Tour mit den Sportfreunden Stiller einem größeren Publikum bekannt. Allerdings würde ein Vergleich mit der Münchener Spaßkapelle deutlich hinken, denn Larrsen widmet sich in seinen Lieder eindeutig einer melodiösen Melancholie.

Das aktuelle, siebte Album der Teilzeitmusiker, die sich neben der Musik lange auch ihrem Studium widmeten, erschien im November 2010. „Gooey“ führt dezent, doch konsequent die in den letzten Jahren eingeschlagene Neuorientierung in Richtung Popmusik und Singer/Songwriter weiter. Einflüsse selbsternannter Vorbilder wie Björk oder den Get Up Kids sind nur noch schwer zu verheimlichen. Gastauftritte von Evan Dando (Lemonheads) und Tegan Quin (Tegan And Sara) verdeutlichen jedoch auch den Stellenwert, den sich Larrson & Co. inzwischen erarbeitet haben.

Waren Last Days Of April in den letzten Jahren vor allem im Nachmittagsprogramm diverser Festivals auf deutschen Bühnen zu sehen, kommen die Musiker im April und Mai nun für mehrere intime Clubgigs nach Deutschland.

Text: Martin Zeising

Foto: Henrik Wal

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