Konzerte & Party

Life is live – Musik, Diskurs, Performance im HAU

PANTHAduPrinceDer weitgehende Zusammenbruch des Tonträgermarktes hat auch zu einer Konjunktur des Live-Events geführt. Was Konzertgänger freut heißt für die Bands schlicht und ergreifend, möglichst häufig auf der Bühne zu stehen, zumindest wenn man von seiner Kunst leben will. Und die Unterhaltungskonzerne, die Booking-Agenturen, die Getränkehersteller, Ticketverkäufer u.a. wollen natürlich ebenfalls an diesem Geschäft mitverdienen. Was dieser Wandel des Musikbuiz genau bedeutet und wo der Trend hingehen könnte untersucht eine neue Veranstaltungsreihe im HAU. „Life is live“ wurde von Christoph Gurk kuratiert, um auf den Trend zur Kommerzialisierung und Konformität des Konzertbetriebs aufmerksam zu machen. Alle zwei Monate soll es ab sofort um Musik, Diskurs und Performance in Theorie und Praxis gehen.

PandaBear_RyanZur Eröffnung wird Simon Frith, einer der Gründerväter der britischen Cultural Studies, einen Vortrag über den „Wert von Live-Musik“ halten. Gegenwärtig forscht der an der Universität Edinburgh lehrende Kulturtheoretiker über das Konzert als Geschäftsmodell und als Ort sozialer Erfahrungen.
Eine kleine Sensation ist der Auftritt von Pantha du Prince, einem der führenden Exponenten minimalistischer Elektronik. Er wird zum ersten Mal das Material seines im Februar erscheinenden Albums „Black Noise“ öffentlich vorstellen. Weitere prominente Gäste,sind Noah Lennox. Unter dem Namen Panda Bear gehört er zu den kreativen Köpfen des aus Baltimore, Maryland, stammenden Ensembles Animal Collective. Er wird zum ersten Mal in Berlin ein Solo-Programm bestreiten.
Am zweiten Tag wird sich die u.a. Crew der Whirlpool Productions, sprich Eric D. Clar, Hans Nieswandt und Justus Köhncke, gemeinsam ins Zeug legen.

Fotos: Asha Mines, Ryan Pfluger

15. und 16. Januar 2010
im HAU 1 und HAU 2

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