Konzerte & Party

Linkin Park in der O2-World

Linkin Park

Mike Shinoda sieht sich nun doch wieder in Erklärungsnot. Dabei hatten er und seine Mitstreiter bei Linkin Park die Diskussion längst aufgegeben. Zumindest mit denjenigen, denen die „Boygroup des Nu-Metals“ schon in den Anfangstagen zu einem Symbol des kulturindustriellen Impetus geriet, aufregende Stile dem  Mainstream einzuverleiben. Auf die eigenen, zumeist jugendlichen Anhänger konnten sich die sechs Sweethearts aus L.A. dagegen meist verlassen. Nun aber scheint auch jene so stabile Verbindung zu bröckeln. Grund ist der auf dem neuen Album „A Thousand Suns“ vollzogene Stilbruch. Angesichts der dadurch provozierten Unruhe im Sympathisantenlager versichert Rapper, Keyboarder und Mastermind Shinoda, Linkin Park würden die Fans aller Abschnitte der Bandgeschichte „lieben und respektieren“. Aber sie hätten einfach Lust darauf gehabt, neue Sounds zu entdecken, die sie anregen und inspirieren. In der Tat hat die Band – und das müssen auch ihre Kritiker zugestehen – die weidlich ausgelatschten Pfade des fetten bis aalglatten Urban Rocks weitgehend verlassen. Stattdessen gibt man sich nun den schon immer vorhandenen Elementen aus Electronica, Pop und Dance hin. Das ist zwar immer noch nicht sonderlich spannend oder gar avantgardistisch, immerhin aber endlich einmal anders.

Text: Roy Fabian

Linkin Park, O2 World, Mi 20.10., 20 Uhr, VVK: ab 61 Euro

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