Konzerte & Party

Loane im Kesselhaus

Loane

Bei welcher Gelegenheit genau Loane Rathier auf Lenny Kravitz traf, ist nicht überliefert. Jedenfalls hört man diesen nun als Duopartner auf dem neuen Album der Pariserin, „Le Lendemain“. Für die Sängerin mit dem beiläufigen angeschmauchten Timbre ist dies einmal der umgekehrte Weg. Oft war sie Gastvokalistin in den Songs anderer: bei William Fitzsimmons oder Salvatore Adamo. Hellhörig wurden die Kollegen bei Loanes Debüt von 2008; „Jamais Seule“ war leichthändiges Nouvelle Chanson in akustisch gefärbter, klassischer Klanghülle. Auf dem Nachfolger zeigt sich die studierte Pianistin wandelbar. Statt Akkordeon und Akustikgitarre rücken ihr Hauptinstrument und seine elektrische Verwandtschaft ins Zentrum. Loane und Produzent David Sztanke alias Tahiti Boy spielen wahlweise betagte Synthesizer, Piano oder auch eine wuchtige E-Orgel. Helden des Nachbarlandes klingen an, etwa Etienne Daho oder Synthpop-Romantiker Jacno. Und Songs wie die schwelend dramatische Pianoballade „L’impos­sible Abime“, in der Loanes brüchiger Gesang den Raum mit leicht verdunkelter Sehnsucht ausfüllt, dürften es auch sein, die bei Musikerkollegen regelmäßig den Wunsch wecken, Loane auch in den eigenen Stücken zu hören.

Text: Ulrike Rechel

BERLIN MUSIC WEEK
Loane + General Elektriks u.a., Kesselhaus in der Kulturbrauerei, Do 8.9., 20 Uhr, VVK: 14 Euro

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