Konzerte & Party

Loreena McKennitt in der Zitadelle Spandau

Loreena McKennitt

Wenn es doch nur immer so einfach wäre. Denn eigentlich, so sahen es die Planungen ihrer Eltern vor, hätte Loreena McKennitt Tierärztin werden sollen. Doch die Kanadierin hatte andere Pläne und wollte eigentlich immer nur Musik machen. Als sie ihren Schulabschluss in der Tasche hatte, kaufte sie sich ein Buch mit dem einfachen, aber prägnanten Titel „How To Make Your Own Record“, lieh sich von der Familie das Startkapital und verließ das gemietete Tonstudio nach nur zwei Tagen mit der ersten, eigenen Aufnahme.
Knapp zwanzig Jahre ist dies nun her und mittlerweile bringt es die Frau mit den leuchtend roten Haaren auf 13 eigene Alben, von denen sie weltweit über 16 Millionen Exemplare absetzen konnte. Allein in Deutschland verkaufte die poetische Bardin inzwischen über 1,6 Millionen CDs.
Bei ihren Auftritten interpretiert Loreena McKennitt ihre vertonten Gedichte und Kurzgeschichten mit glasklarer Sopranstimme und erkundet dabei an Harfe, Klavier und Bandonion die vielfältigen Aspekte keltischer Musik. Ihr aktuelles Album „The Wind That Shakes The Barley“ empfindet sie als Wiederentdeckung einfacher, jahrhundertealte Musik und folgt damit einem Sog zu den eigenen Wurzeln. Die Rückkehr zur traditionellen Folklore Irlands, Schottlands und Englands, erklärt die Musikerin wie folgt: „Mit der Perspektive von Zeit und Erfahrung fühlt man die bekannten Dinge, die man geliebt hat und noch immer liebt.“ Und spätestens wenn die Kanadierin ihre glasklare Stimme erhebt und sich in eine Art Märchenfee verwandelt, die alte Sagen und Geschichten heraufbeschwört, wird sie ihr Publikum wie gewohnt in ihren Bann ziehen – egal, ob sich der bisher eher verregnete Sommer dann in Spandau von seiner guten oder von seiner nassen Seite zeigt.

Loreena McKennitt, Zitadelle Spandau, Di 17.07., 19.30 Uhr, VVK ab 60,15 Euro zzgl. Gebühr

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