Konzerte & Party

Loudon Wainwright III: „High Wide & Handsome“

Loudon Wainwright„Sobald man in einer Sache Meister geworden ist, soll man in einer neuen Schüler werden“, sagte der Schriftsteller Gerhart Haupt­mann einmal. Vor allem Songschreiber wissen von diesem Gesetz der Tradition und suchen sich immer wieder historische Vorbilder, denen sie huldigen. Bob Dylan hat seinen Woody Guthrie, Bruce Springsteen besann sich mit den Seeger-Sessions auf seine Folk-Wurzeln, und nun zollt Loudon Wainwright III dem wenig bekannten Banjospieler Charlie Poole (1892 bis 1931) Tribut. „Ich fand Ins­piration in diesen witzigen, seltsamen, traurigen und dabei kraftvollen Liedern“, erklärt er. Gemeinsam mit seinen Kindern, den talentierten Sängern Rufus und Martha, sowie über einem Dutzend weiterer Musiker machte er sich an die Aufnahmen. 30 Titel quer durch alle musikalischen Genres des alten Amerika sind dabei rausgekommen: von Folk und Dixieland bis zu Gospel und Countryballaden. Das Projekt ist Wainwrights Verbeugung vor der goldenen Ära amerikanischer Popmusik.

Text: Jacek Slaski

Loudon Wainwright III „High Wide & Handsome – The Charlie Poole Project“, Doppel-CD mit 72-seitigem Booklet, Proper Records/Rough Trade, Preis: 17,99 Euro

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