Konzerte & Party

The Love Bülow: „Wir holen den Karren aus dem Dreck“

TheLoveBuelowAm 6. Dezember spielt die Band, deren Mitglieder aus Mecklenburg-Vorpommern und Berlin stammen, ihr Heimspiel im Kreuzberger Lido. Wir haben Michйl Kollar, Sänger und Gitarrist der Band, ein paar Fragen gestellt und verlosen für das Konzert 3×2 „Meet&Greet“-Tickets.

Seid Ihr mehr MeckPom oder Berlin?
Einen MeckBerlin mit Speck bitte!

Mehr Rap oder Indie?
Das wär wie Müsli ohne Milch, Kuchen ohne Ei, Eurovision ohne schlechte Mucke!

Eure erste Platte aus dem Jahr 2011 heißt „Menschen sind wie Lieder“. Welche Lieder haben Euch geprägt?
„Menschen sind wie Lieder“ ist unsere Hymne, „Kein Problem“ unser Motto, gefühlt ist immer „Sonntag“.

Ihr habt gemeinsam mit Scooter eine Bühne bespielt. Macht so etwas Spaß?
Für Scooter eher nicht, die Leute waren einfach zu fertig nach uns.

Konnte das Publikum überhaupt etwas mit Eurer Musik anfangen?
Klar, wir hatten zwar keine Lasershow und springende Tänzerinnen, aber Juri, unser Bassist, hat nackt mit Taschenlampe gespielt, das war viel erotischer.

Nach mittlerweile zwei Alben – wie würdet ihr heute Eure Musik beschreiben?
Unser Ziel ist es, Popmusik wieder dahin zu bringen, dass man sich nicht mehr schämt zu sagen: „Wir machen Pop.“ Leider ist dieses Genre in den letzten Jahren zu oft in die Ramschkiste gewandert. Aber ich denke, mit unserer Mischung aus Sprechgesang, Groove und Mitsingrefrains holen wir den Karren schon wieder aus dem Dreck.
 

Für Eure Karriere waren Band-Contests sehr wichtig. Wie kann man heute als unbekannte Band sein Publikum finden?

Ich glaube, der erste Schritt ist, sich selbst ein Profil zu geben, seine eigene Marke. Etwas, das man wieder erkennt. Cro ohne Maske wäre auch nur ein kleiner Junge. Möchte man kommerziellen Erfolg, kommt man langfristig an Social Media nicht vorbei. Ein Netzwerk aus verschiedenen künstlerischen Bereichen ist ebenfalls Gold wert. Ob man sich dann an großen Labels versucht, oder den steinigen Indie-Weg geht, muss später dann aber jeder selbst entscheiden. Wir lieben es vor Leuten zu spielen, die uns noch nicht kennen, und sie zu überraschen. Es gibt ja heute kaum noch jemanden, der NUR eine Art von Musik mag. Wenn man Leuten zeigt, dass man liebt, was man tut, tritf man nur selten auf taube Ohren.

Ihr habt Eure Alben auf einem kleinen Label veröffentlicht. Gab es schon Anfragen von einem Major?
Wir stehen immer in Kontakt mit größeren Labels. Aber bis jetzt hat es bis auf beidseitigen Respekt noch nicht zu mehr gereicht. Majors wollen mehr Hits, wir wollen Künstler bleiben. Schwierige Geschichte, aber wir sind immer offen für Gespräche.

Arbeitet Ihr mittlerweile an einem neuen Album?
Yes we do. Wir haben auch schon ein paar Songs zum Testen mit auf Tour genommen. Bis April wollen wir die Platte im Kasten haben. Im Herbst 2014 soll das Baby dann in die Charts.

Interview: Martin Daßinnies

The Love Bülow 6. Dezember, Lido

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