Konzerte & Party

Lykke Li

Man hat ja gleich eine Ahnung, wie ein Song klingen könnte, der „Dance Dance Dance“ heißt. Aber bestimmt nicht wie der, den Lykke Li unter diesem Namen anbietet. Einer, in dem leichtes Klöppeln und sanfte Gitarrenakkorde für das Groove-Moment sorgen. Die junge Schwedin macht Musik, die sowohl simpel als auch anspruchsvoll ist. Man summt ihre Melodien mit, aber gleichzeitig wundert man sich, warum in ihren Songs ungewöhnliche Instrumente wie Ce­les­ta, Vibrafon, Thereminvox, Mandoline oder Kuhglocke auftauchen. Und man staunt, wie sie es schafft, gleichzeitig wie ein sorgloses Mädchen, eine ganz und gar unhysterische Björk und eine nicht angsterfüllte Stina Nordenstam zu klingen.

Lykke Li

Wahrscheinlich ist das alles normal, wenn man Hippie-Eltern hat, die sich den Namen für ihre Tochter beim norwegischen und dänischen Wort lykkelig (glücklich) abgeguckt haben. Wenn man als Kind und Teenager schon die halbe Welt gesehen hat, in Portugal, Indien und New York war. Die Andersartigkeit an Lykke Li hat dann wohl auch Björn Yttling bewogen, sich ihrer anzunehmen. Yttling hat sich als ein Drittel des Trios Peter Bjorn and John empfohlen und legt nun als Produzent und Koautor von „Youth Novels“ seine Meisterprüfung ab. Es ist ein Album, das aus Lykke Li eine der Neueinsteigerinnen des Jahres macht.


Text:
Thomas Weiland

Fr 26.9., Roter Salon, ausverkauft

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