Konzerte & Party

Mala In Cuba im Gretchen

Mala In Cuba

Das aus den beiden Produzenten Mala und ­Coki bestehende Duo Digital Mystikz veröffentlichte bereits vor acht Jahren seine ersten Dubstep-Tracks. Ein Jahr später veranstalteten die beiden dann in London bereits ihre ersten DMZ-Clubnächte, die inzwischen auf der ganzen Welt bekannt sind. Ein guter Pionier weiß aber, wann er den nächsten Schritt zu machen hat. Und den hat Mala, der eigentlich Mark Lawrence heißt, in diesem Jahr getan. Anders als viele Kollegen im Dubstep, die mit Bombast und Pop-Overkill verzweifelt den Durchbruch erzwingen wollen, hat er sich für die Auseinandersetzung mit Einflüssen aus einer anderen Kultur entschieden. Er ist zwei Mal nach Kuba geflogen. Dabei ging es ihm nicht um direkte Interaktion. Lawrence gründete keine Band und er wollte auch nicht als Förderer anderer Musiker in Erscheinung treten, sondern seinen eigenen Horizont erweitern. Er nahm Klänge auf und bearbeitete sie dann zu Hause am Computer. Es reizte ihn besonders, den Sound von der Karibikinsel zu zerstückeln und manipulieren. Ein gutes Beispiel sind die Bläsersätze in „Changuito“, die sich so verschwommen anhören, dass man an einen riesigen Bienenschwarm denkt. Derselbe Trick funktioniert auch mit anderen Instrumenten, mit Trommeln, Pianos oder Gesang. Am Ende entstand Dubstep, der aus der Enge des Untergrunds befreit worden ist.

Text: Thomas Weiland

Foto: Teddy Fitzhugh

Mala In Cuba, Gretchen, Do 22.11., 20.30 Uhr, VVK: 18 Euro zzgl. Gebühr

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